MS| KWK vs. VSM 99 Dresden 1:2

Der Rückrundenstart stand vor der Tür und der VSM 99 musste auswärts bei den Königwalder Kickern antreten. Die Vorzeichen waren äußerst ungünstig. Das Testspielergebnis und das Ausscheiden aus dem Pokal gegen Trachenberge sowie das Fehlen von Schlüsselspielern ließ nichts Gutes erahnen. Petzold musste improvisieren und formierte eine neue Startelf ohne Baumann. der zunächst auf der Bank platznahm.


KWK stand mit dem Rücken zur Wand und musste zuhause in der heimischen Arena unbedingt punkten, um den Tabellenkeller zu verlassen. Das neue Kunstrasengeläuf in Hellerau war verlegt und somit stand einer interessanten Partie nichts mehr in Wege. Das Spiel startete sehr konfus. Der VSM hatte mehr Ballbesitz im Mittelfeld, doch die Kicker aus Hellerau konterten brandgefährlich. Gretschel im VSM-Tor musste sein ganzes Können aufbieten um einen frühen Rückstand zu verhindern - teilweise wurde er sogar von den eigenen Mitspielern geprüft. Petzold bot die Zwickau Connection von Anfang an auf und somit konnten sich Kühne im linken Mittelfeld, Lux als Rechtverteidiger sowie Bluhm im Sturm auszeichnen. Nach 17 Minuten klingelte es im Kasten von 99 als Reinhardt den „godfather of konter“ nutze und den Ball ohne Pardon einnetzte. Der VSM reagierte so, wie man reagieren muss: Die nächsten 20 Minuten gehörten den Kickern von der Meschwitzarena, welche KWK mächtig unter Druck setzten. Petzold und Lätsch prüften Mildner mehrfach per Distanzschuss. Die erste Hälfte des Spiels näherte sich dem Ende, als Petzold verletzungsbedingt das Feld räumen musste. Für ihn kam Kahle ins Spiel, welcher die zentrale offensive Position ausfüllen sollte. Der VSM presste nun noch mehr, doch KWK war bei Kontern immer brandgefährlich. Eine Umstellung in der VSM Defensive gab dann aber die nötige Sicherheit. Die erste Halbzeit endete und beide Teams begaben sich zum Pausentee in die Kabinen.

Zu allem Überfluss verletzte sich der VSM-Torhüter in der ersten Halbzeit und Hofmann, welcher sonst bei Nord im Kasten steht, durfte nach 45 Minuten als Feldspieler wieder zwischen die Pfosten gehen. Für den verletzten Gretschel kam Baumann ins Spiel.

Die zweite Halbzeit lief grade einmal vier Minuten, da spielte Lätsch einen Traumpass in die Tiefe, der von der KWK-Abwehr nur vor die Füße von Kullmann geklärt werden konnte, der die Kugel humorlos im Königswalder Kasten versenkte. Die Freude war groß, die Uhren auf Null, Reset und alles auf Anfang. Kullmann fiel eine Last von den Schultern, dass sah man deutlich: Dieser Treffer war Balsam für die VSM-Seele. Der VSM war nun wach und lies kaum noch Gelegenheiten für Hellerau zu und spielte auch oftmals den sicheren Pass hinten rum. Fiedler der mittlerweile als linker Läufer agierte, konnte sich ebenso mehrfach in Szene setzen wie Bluhm auf der rechten Seite. Der Druck auf KWK wuchs von Minute zu Minute. So kam es unter anderem zu einem Lattentreffer am KWK-Gehäuse. Erdmann wurde für Lux eingewechselt. „Erde“ sollte nochmal auf der linken Seite ein paar Wege gehen und seine Mitspieler in Szene setzen, was teilweise ganz ordentlich klappte. Dennoch war der VSM im Rückwärtsgang immer einen kleinen Ticken langsamer als im Vorwärtsgang. In der 74. Spielminute erlöste uns Baumann, der nach starkem Zuspiel vom Lätsch zum 1:2 für den VSM 99 Dresden Nord traf. Nun hieß es die Punkte einzutüten und nichts mehr zuzulassen. Da spielten aber die Köigswalder nicht so richtig mit und erhöhten den Druck noch einmal. Der VSM kann sich auch bei Hofmann bedanken, der seinen Kasten in der zweiten Hälfte sauber hielt und wieder einmal eine tadellose Leistung ablieferte. In der 87. Minute wurde der Torschütze zum 1:1 durch Wenzel ersetzt. Kullmann holte sich seinen verdienten Applaus ab; So eine Leistung darf er gerne wieder abliefern! Mit seiner ersten Aktion hatte der eingewechselte Wenzel sogar noch die Möglichkeit das vorentscheidende 1:3 zu erzielen. Dies gelang leider nicht und der Schiri pfiff die äußerst faire und souverän geführte Partie ab.

Fazit: Der VSM 99 startet erfolgreich in die Rückrunde. Die Mannschaft kämpfte verbissen und aufopferungsvoll und konnte einen Rückstand wettmachen. Die nächsten Wochen werden zeigen wie das Team die Rotation und die Ausfälle verkraften kann.

Aufstellung:  Gretschel (Baumann), Lux (Erdmann), Arnold, Johannes, Fiedler, Hofmann, Petzold (Kahle), Lätsch, Kühne, Bluhm, Kullmann (Wenzel)


Tore: Kullmann, Baumann
Gelb: Lätsch, Kahle
Gelb/Rot: ---
Rot: ---


FZL - Stammtisch

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