MS | FF Leutewitz vs. VSM 99 Nord 1:4

I

m Vorfeld der Partie sehr viele Abmeldungen, Verletztenmisere! Aufstellung basteln war für mich angesagt. Mal wieder kein Keeper, nicht das gewünschte Mittelfeld. Thomas nach vorn als Antreiber und der ewig junge Sturm vorn. Schade heute hätte die nachdrängende Jugend (Eric, Rene usw.) ihre Einsatzchance bekommen. Tja im zurückliegenden Meisterjahr war Leutewitz eine von drei Mannschaften die uns ein Remis bescherten. Für alle 12 anwesenden Spieler genug Warnung. Die leider immer so gegenüber dem üL leichtfertig runter gespielt wird. Dennoch war ich sehr optimistisch drei Punkte einfahren zu können.

Es hatten alle gut zugehört, meine Warnungen sehr ernst genommen, diese auf dem tiefen gut bespielbaren Rasen umzusetzen, ein anderes Kapitel. Der Gastgeber wurde sofort in seine Hälfte eingeschnürt, Tormöglichkeiten erarbeitet, herausgespielt. Der Abschluss!? Da stand sicherlich eine sehr geübte Truppe im Torverhindern uns gegenüber, die mit aller Leidenschaft versuchte technische-, läuferische- und Kombinationsüberlegenheit zu kompensieren, aber eigentlich immer das Nachsehen hatte. Abwehrschlacht für den Hausherren in der wir viele Torchancen überhastet, unüberlegt versemmelten, und Du arme Sau als Trainer stehst an der Seitenlinie und würdest Dich 20 Jahre jünger selbst einwechseln. So ist Fußball! Dann bekommt man auch noch die Höchststrafe. Geschenkter Handelfmeter nach knapp zehn Minuten, weil es eben einfach sehr blöd aus sah wie mein Linksverteidiger den unbedrängt zugeworfenen Ball vom Tormann mit nahm. In diese Diskussion reihe ich mich nicht ein. Genug Zeit vor dem Pausenpfiff das Ding noch zu drehen. Doch der Einbahnstraßenfußball führte zu nichts zählbares mehr.

Ich hatte einen sehr dicken Hals in der Kabine. Mich störte nicht so sehr dieser komische Elfer gegen uns, sondern das wir die Null auf der Habenseite hatten. Dies in einer Begegnung, die wir so etwas von total bestimmten wie lange nicht. Entschuldigung liebe Leutewitzer. Wir belagerten den 16er wie zu besten Zeiten der Römer ihre Kriegsgegner, konnten die Festung aber nicht stürmen. Mehr Konzentration im Abschluss, zur Not auch mal den zweiten Anlauf suchen die gut stehende Abwehr auseinander ziehen. Sicherer Aufbau, mehr über beide Flügel agieren.

Der wichtige Ausgleich fiel sofort. Robert tankte sich im Gewühl durch und konnte die Murmel irgendwie in der 46. Minute zum wichtigen Ausgleich einschieben. Endlich hatte Robert sein inneres Gefühl zur Abwehr, verwertete die guten Zuspiele seiner Mitspieler innerhalb von 6 Minuten zur 3:1 Führung und vor allem mit Köpfchen. Aufatmen bei Allen, auch auf der Bank. Er legte auch das vierte nach Flanke von Triebschi in der 67. Minute nach. Warum sein Sturmkollege unbedingt das fünfte auflegte, selbst frei am Fünfer, sein Geheimnis. Es hatten jetzt bis auf Herrn Krause, der sich leicht angeschlagen in die Abwehr zurück zog, alle ihre Chancen das Ergebnis weit höher zu gestalten, doch die Luft war raus, die erhofften drei Punkte eingefahren.

Kurzanalyse: Die Partie innerhalb von 6 Minuten gedreht. Im ersten Abschnitt trotz drückender überlegenheit sehr schwer getan zählbares einzufahren. Wie gesagt der sehr komische gegebene Elfer für mich nicht das Problem der ersten 45 Minuten. Zur Pause hätte eigentlich schon eine beruhigende Führung da sein müssen. Sollte sich JEDER, bis auf den Torhüter, mal an die Nase fassen. 1000 prozentige Torchancen, egal WER, so leichfertig zu vergeben, das können wir uns eigentlich nicht leisten und haben wir in der abgelaufenen Saison viel Cleverer gelöst.

Aufstellung: Hoffmann, Fiedler, Borch, Stanel, Krause, Henschel, Petzold, Busch, Müller, Linden, A. Triebsch

Tore: 4x Linden

Wechsel: Wenzel für Borch

FZL - Stammtisch

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