MS | VSM 99 Nord vs. SG Striesen 2:1

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eit langem mal wieder ein Spiel auf weißem Untergrund, ca. 5cm feste Schneedecke bedeckte den Platz, der trotzdem gut bespielbar war. Als Gast der Tabellennachbar aus Striesen angereist und angesichts der Platzverhältnisse war der Ausgang sicher offen, denn Gelegenheiten ergeben sich da auch mal völlig unverhofft. Personell sah es trotz der drei verletzungsbedingten Ausfälle und Absagen von Lars und Keeper Rene gut aus. Frank und Sven wieder im Aufgebot und Hans-Jürgen durfte wie schon letzte Saison gegen Striesen das Gehäuse hüten - klappte damals hervorragend. Gewinner im Aufstellungs-Roulette war unser Herr Krause, der den Sprung von der Abwehr in die Sturmspitze schaffte.

Es entwickelte sich ein Spiel, in dem wir trotz vieler leichter Ballverluste im Mittelfeld, nach vorne drängten und dort auf eine sattelfeste Striesener Abwehr trafen, die in der Anfangsphase viel vorm 16er vereitelte. Insgesamt allerdings wurden zu wenige Angriffe abgeschlossen wodurch es zu schnellen Vorstößen der Striesener kam, die aber unsere Hintermannschaft vor keine Probleme stellten. Da waren wir schon eher am Drücker, ließen aber die letzte Konsequenz vermissen. So entstand das Führungstor auch aus dem Gewühl im gegnerischen 16er heraus, als eingangs erwähntem Herr Krause der Ball vor die Füße fiel und er kurzerhand abdrückte. Der noch von einem Striesener abgefälschte Ball landete zum 1:0 im Netz. Auch in der Folgezeit wir mehr im Vorwärtsgang als der Gegner. Ausdruck dessen das Aufrücken von Thomas vom eher entspannten Liberoposten ins offensive Mittelfeld, da Tom dort nicht viel gelang. Unmittelbare Torgefahr kam jedoch nicht auf, da entweder der guthaltende Keeper (z.B. Schuß Thomas) oder aber der Abseitspfiff des Schiris zählbares verhinderte.
Dann, nach eigenem Ballverlust in gegnerischer Hälfte, ein Vorstoß Striesens über unsere linke Seite, eine Flanke aus dem Halbfeld in den 16er, der Ball springt auf rutschigem Boden dem Stürmer genau in den Lauf und dieser trifft, für Hans-Jürgen nicht erreichbar, ins kurze Angel. ähhhm, ja - das hieß: Ausgleich.
Das Spiel jetzt offener ohne Vorteile einer Seite. Striesen wagte sich öfter nach vorne und wir schafften es einfach nicht, die Stürmer in Szene zu setzen oder zu Flanken von den Außen zu kommen. So passierte 15 Minuten nicht viel. Dann ein entschärfter Angriff des Gegners, Spielaufbau über links und Borchi passt auf Tom an die Mittellinie. Der lässt im Lauf in den gegnerischen 16er einen Striesener ins Leere grätschen, geht an einem weiteren vorbei und schießt ins lange Eck zur erneuten Führung ein.

Damit ging es auch in die Pause. Fehler wurden angesprochen, besseres Zweikampfverhalten und lange Zuspiele auf die Spitzen gefordert. Ein weiteres Tor sollte her, denn auf dem Geläuf war jederzeit ein Gegentreffer möglich. Zwei Wechsel nahmen wir vor: für Sven kam Rene ins rechte Mittelfeld und Stefan Triebsch für Andi Krause in den Sturm. Wieder raus in die Kälte.

Die zweite Hälfte bot unsererseits nicht mehr allzu viel, das Spiel wurde schlechter, unsere eigenen Angriffe immer weniger. Wir blieben zu oft in den Striesener Reihen hängen, das Aufbauspiel lahmte und so geriet unsere Abwehr langsam aber allmählich unter Druck. Hans-Jürgen konnte einige tückische Bälle halten, während der gegnerische Keeper sich bei zwei guten Freistößen und bei Ecken auszeichnete. Frank musste dann angeschlagen raus, für ihn kam Philipp der das rechte Mittelfeld besetzte, wodurch Rene nach hinten rückte.
Unsere Torschüsse bis dahin konnte man fast an einer Hand abzählen. Striesen einerseits bei einem Pfostentreffer im Glück, konnte andererseits eine Großchance kurz vor Schluss nicht nutzen als der Stürmer einen abprallenden Ball einen Meter vor dem Tor nicht an Hans-Jürgen vorbei bekam. Unser Spiel hatte sich in den letzten Minuten völlig auf das Verwalten des Resultats reduziert und so waren noch 6 oder 7 Eckbälle zu überstehen ehe der Abpfiff den Sieg unter Dach und Fach brachte.

Kurzanalyse: Mäßig begonnen, trotzdem mehr Spielanteile gehabt und einige Chancen erarbeitet. Zwei zu Toren genutzt und dieses Mehr an Effektivität gab letztendlich den Ausschlag. Schwache zweite Hälfte mit hintenheraus am Remis schnuppernden Striesenern.


Aufstellung:
Hoffmann - Petzold - Stanel, Fiedler, Borch - Hofmann, Kahle, Henschel, Busch - Linden, Krause

Tore: Krause, Kahle
Karten: keine
Wechsel: Piepenhagen für Hofmann, S. Triebsch für Krause, Wenz für Stanel


FZL - Stammtisch

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